Magnesiumcitrat
Bioverfügbarkeit gutMagnesiumanteil ca. 11–16 %
Organisches Salz, gut löslich. Wird in Vergleichsstudien deutlich besser aufgenommen als Magnesiumoxid. In höheren Dosen abführend, weil es Wasser in den Darm zieht.
Empfehlung: Gute Standardform mit fairem Preis. Wer zu weichem Stuhl neigt, verteilt die Dosis oder wechselt zu Glycinat.
Magnesiumglycinat (Bisglycinat)
Bioverfügbarkeit gutMagnesiumanteil ca. 11–14 %
An die Aminosäure Glycin gebunden. Gut verträglich und kaum abführend. Wird oft abends für Entspannung und Schlaf empfohlen; dass es dafür besser wirkt als andere gut aufgenommene Formen, ist nicht belegt.
Empfehlung: Erste Wahl bei empfindlichem Magen oder wenn Citrat abführt.
Magnesiumchlorid
Bioverfügbarkeit gutMagnesiumanteil ca. 12 %
Sehr gut löslich und gut aufgenommen. Schmeckt bitter-salzig, daher meist in Kapseln. Als „Magnesiumöl“ auch zum Auftragen verkauft; eine nennenswerte Aufnahme über die Haut ist nicht belegt.
Empfehlung: Gute Alternative zu Citrat, zum Einnehmen statt zum Einreiben.
Magnesiumaspartat
Bioverfügbarkeit gutMagnesiumanteil ca. 7–10 %
Organisches Salz mit guter Aufnahme. In Deutschland in vielen Arzneimitteln enthalten, oft kombiniert mit Hydrochlorid.
Empfehlung: Solide Form, oft als Arzneimittel mit geprüfter Qualität erhältlich.
Magnesiummalat
Bioverfügbarkeit gutMagnesiumanteil ca. 12–15 %
An Äpfelsäure gebunden, gut löslich und gut verträglich. Wird bei Müdigkeit und Fibromyalgie beworben; dafür gibt es nur kleine Studien mit schwachen Ergebnissen.
Empfehlung: Gut verträgliche Option; der Aufpreis für beworbene Zusatzeffekte lohnt sich nicht.
Magnesium-L-Threonat
Bioverfügbarkeit unklarMagnesiumanteil ca. 7–8 %
Erhöhte im Tierversuch den Magnesiumspiegel im Gehirn. Wenige kleine Humanstudien zu Gedächtnis und Schlaf, teils vom Hersteller finanziert. Liefert pro Kapsel wenig Magnesium.
Empfehlung: Nur, wenn man gezielt die Kognitions-Studien ausprobieren will; zur Deckung des Magnesiumbedarfs ungeeignet und teuer.
Magnesiumtaurat
Bioverfügbarkeit unklarMagnesiumanteil ca. 9 %
Verbindung aus Magnesium und Taurin. Für Herz und Blutdruck beworben, die Daten stammen jedoch überwiegend aus Tierversuchen.
Empfehlung: Kein belegter Vorteil gegenüber Citrat oder Glycinat; Taurin lässt sich günstiger separat ergänzen.
Magnesiumorotat
Bioverfügbarkeit unklarMagnesiumanteil ca. 6–7 %
An Orotsäure gebunden. Wurde in einer Studie bei schwerer Herzinsuffizienz eingesetzt; für Gesunde fehlen Vergleichsdaten. Enthält sehr wenig Magnesium pro Tablette.
Empfehlung: Für die normale Ergänzung nicht nötig.
Magnesiumoxid
Bioverfügbarkeit geringMagnesiumanteil ca. 60 %
Viel Magnesium pro Tablette und sehr günstig, wird aber nur zu einem kleinen Teil aufgenommen. Wirkt stark abführend und wird auch gegen Sodbrennen und Verstopfung genutzt.
Empfehlung: Eher meiden, wenn der Magnesiumspiegel steigen soll. Sinnvoll, wenn eine abführende Wirkung erwünscht ist.
Magnesiumsulfat
Bioverfügbarkeit geringMagnesiumanteil ca. 10 %
Bekannt als Bittersalz. Eingenommen vor allem ein starkes Abführmittel; im Krankenhaus wird es als Infusion gegeben. Als Badesalz wird kaum Magnesium über die Haut aufgenommen.
Empfehlung: Nicht zur täglichen Ergänzung geeignet.
Magnesiumlactat
Bioverfügbarkeit gutMagnesiumanteil ca. 12 %
Organisches Salz der Milchsäure, gut löslich. Es gibt nur wenige direkte Vergleichsstudien mit anderen Formen.
Empfehlung: Gute Alternative zu Citrat.
Magnesiumascorbat
Bioverfügbarkeit unklarMagnesiumanteil ca. 6–7 %
Verbindung aus Magnesium und Vitamin C. Liefert wenig Magnesium pro Gramm, kaum eigene Studien.
Empfehlung: Kein belegter Vorteil.